Tote bei Bruchlandung einer TAAG Boeing 737 in Angola
Tote bei Bruchlandung einer TAAG Boeing 737 in Angola
JOHANNESBURG / LUANADA (dpa) - Bei der Bruchlandung eines Verkehrsflugzeugs im Norden Angolas sind nach Regierungsangaben mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche weitere wurden verletzt, erklärte der für die nationalen Flughäfen zuständige Direktor Celso Rosas am Donnerstag. Auch ein Mitarbeiter der Hilfsorganisation Oxfam bestätigte die Opferbilanz. Die nationale Nachrichtenagentur Angop hatte die Zahl der Toten zuvor mit sechs angegeben.
Die aus der Hauptstadt Luanda kommende Boeing 737 der Fluggesellschaft TAAG war am Mittag auf dem Flugplatz von Mbanza Congo nahe der Grenze zum Nachbarstaat Kongo verunglückt.
Der Pilot hatte die Maschine aus ungeklärten Gründen erst in der Mitte der Landebahn aufgesetzt und die Kontrolle über das Flugzeug verloren. Es raste den Berichten zufolge in ein Gebäude und brach in zwei Teile. Unter den Toten soll auch ein italienischer Geistlicher sein. Obwohl in ersten Berichten von einer Notlandung die Rede war, konnte der Flughafendirektor diese Angaben nicht bestätigen.
Nur wenige Stunden vor dem Unglück hatte die EU-Kommission nach Angaben der portugiesischen Nachrichtenagentur LUSA entschieden, die TAAG auf die «schwarze Liste» unsicherer Fluggesellschaften zu setzen. Die Airline, die bisher Linienflüge in Angolas frühere Kolonialmacht Portugal anbot, darf damit nicht mehr Europas Luftraum anfliegen. Am gleichen Tag hatten die Afrikaner die kontinentale Zivilluftfahrt-Agentur (African Civil Aviation Agency/ACAA) mit Hauptsitz in der namibischen Hauptstadt Windhuk ins Leben gerufen. Sie soll mit Hilfe ihrer fünf Regionalbüros in Libyen, Äthiopien, Kamerun, Nigeria und Südafrika die Lizenzierung, das Training und die Kontrolle von Flugpersonal und Flugzeugen standardisieren.
Damit soll der afrikanische Durchschnitt von derzeit 17 Prozent aller tödlichen Flugunglücke weltweit auf den globalen Schnitt von etwa einem Prozent reduziert werden. «Ich bin schockiert«, erklärte der ACAA-Vorsitzende Mwangi wa Kamau. «Es ist traurig, dass das an einem Tag passiert, an dem wir in Afrika eine Initiative gestartet haben, um gerade bei Flugzeugunglücken eine Wende einzuleiten.» Afrika trägt rund drei Prozent zum weltweiten Luftverkehr bei.
Quelle: http://www.aero.de/news.php?varnewsid=3 ... 61abec3ff3
Black Box von verunglückter Boeing 737 in Angola geborgen Seite 1/1
JOHANNESBURG / LUANDA (dpa) - Einen Tag nach der Bruchlandung eines Verkehrsflugzeugs im Norden Angolas haben Experten am Freitag die Black Box der zerbrochenen Boeing 737 geborgen. Sie soll nach Angaben der Behörden Aufschluss über die Ursache des Unglücks geben, bei dem am Vortag fünf Menschen getötet und 66 verletzt wurden, darunter der Co-Pilot. Die Maschine der nationalen Fluggesellschaft TAAG war aus der Hauptstadt Luanda gekomm und auf dem Flugplatz von Mbanza Congo nahe der Grenze zum Nachbarstaat Kongo verunglückt.
Der Pilot hatte die Maschine aus ungeklärten Gründen erst in der Mitte der Landebahn aufgesetzt und hatte die Kontrolle über den Jet verloren, so dass die Maschine in ein Gebäude raste. Dabei wurde das Flugzeug-Vorderteil abgerissen.
Kurz vor dem Unglück hatte die EU-Kommission die TAAG auf die «schwarze Liste» unsicherer Fluggesellschaften setzen lassen. Die Airline, die bisher Linienflüge in Angolas frühere Kolonialmacht Portugal unterhielt, darf damit nicht mehr Europas Luftraum anfliegen. Am gleichen Tag hatten die Afrikaner die kontinentale Zivilluftfahrt-Agentur ACAA mit Hauptsitz in der namibischen Hauptstadt Windhuk ins Leben gerufen. Sie soll künftig für Zertifizierungen zuständig sein und Sicherheitsstandards überwachen.
Quelle: http://www.aero.de/news.php?varnewsid=3945